Ich bin wieder auf dem europäischen Festland. Nach zwei Nächten und einen Tag auf der Fähre bin ich am Dienstagmorgen in Huelva angekommen. Mein Weg soll mich jetzt entlang des Mittelmeeres auf den Spuren von Hannibal, dem Karthager Richtung Norden führen. Dafür muss ich aber zunächst Richtung Süden, um bei Gibraltar überhaupt das Mittelmeer zu erreichen. Und Cadiz ist die älteste Stadt, die von den Karthagern hier auf der iberischen Halbinsel gegründet wurde, aber dazu mehr in den nächsten Tagen. Jedenfalls muss man, wenn man von Huelva nach Cadiz will über Sevilla, denn dazwischen liegt das riesige Flussdelta des Guadalquivir und die erste Brücke über diesen Fluss ist in Sevilla. Aber diese Stadt ist ja auch wirklich sehr schön.





Die größten Sehenswürdigkeiten, wie die Kathedrale und den Alcazar habe ich mir gespart, denn die Menschenschlangen vor der Tür waren mir zu lang. Ich bin einfach durch die Straßen der Altstadt geschlendert, die angeblich eine der größten erhaltenen Altstädte in Europa ist, bis ich schließlich auf den Metropol Parasol gestossen bin.


Diese echt beeindruckende Konstruktion aus Holz, Beton und Stahl steht seit 2011 auf einem Platz mitten in der Altstadt. Gebaut wurde sie von dem deutschen Architekten Jürgen Mayer. Sie ist 150 Meter lang, 70 Meter breit und 26 Meter hoch und man kann oben auf der Konstruktion, die im Volksmund Las Setas (die Pilze) genannt wird, einen Rundweg gehen und bekommt dort viele Informationen und tolle Ausblicke über die Stadt.





Eine wirklich tolle Konstruktion und absolut sehenswert. Genauso beeindruckend, aber rund hundert Jahre älter ist die Plaza de Espana in Sevilla, die 1929 zur Exposicion Iberoamericana gebaut wurde. Heute ist es eine riesige Parkanlage mit den Vergnügungen, die es schon damals gab.



Also, Sevilla ist wirklich eine Reise wert, aber wenn man, wie ich, aus der Ruhe von La Palma kommt reicht erstmal ein Tag in der Stadt.