Auf meinem Törn über den Atlantik gab es einen Stopp auf der Azoreninsel Sao Miguel im Ort Ponta Delgada. Die Azoren gehören zu Portugal, sind also der westlichste Außenposten der EU, wenn man mal von irgendwelchen ehemaligen Kolonien in Südamerika absieht. Zur Orientierung für alle, die in Geografie nicht so fit sind hier die Karten:


Die Azoren bestehen aus neun Inseln, die insgesamt die Größe von Luxemburg haben. Mit dem zu den Inseln gehörenden Seegebiet ist die Fläche der Azoren aber so groß wie Spanien und Frankreich zusammen. Wir haben angelegt im Hafen von Ponta Delgada.


Ponta Delgada ist die Hauptstadt der Azoren und geprägt von den Portugiesen, die die Inseln im 14. Jahrhundert besiedelt haben. Die Azoren waren zu der Zeit unbewohnt. Die Altstadt von Ponta Delgada ist sehr hübsch und unglaublich sauber und aufgeräumt.





Wir haben einen kleinen Busausflug in das Innere der Insel gemacht. Die Azoren sind auch vulkanischen Ursprungs, wie die Kanaren, aber sehr viel älter. Darum ist die Landschaft dort nicht mehr so schroff und karg, sondern eher hügelig und ziemlich grün. Es gibt viele Kraterseen und oberhalb von 300 Metern ist es ziemlich feucht.






Diese Bilder sind Eindrücke aus einem Dorf im Inselinnern. Selbst die Ruinen sind dort malerischer als anderswo. Nirgendwo liegt Müll herum. Der Friedhof am Dorfrand grenzt an eine Kuhweide und wir haben erfahren, dass es auf den Azoren mehr Rinder als Menschen gibt. Das rechte Bild zeigt eine Neubausiedlung am Ortsrand, wahrscheinlich gab es noch keine Farbe für den Aussenanstrich. Aber viel schöner als die Architektur auf der Insel ist die Botanik. Die Portugiesen haben aus aller Welt Pflanzen auf die Azoren gebracht und so gibt es hier jede Menge wild wachsende Hortensien, die jetzt im April noch nicht blühen. Aber dafür blühen die Azaleen und in den botanischen Gärten, von denen es gleich mehrere in Ponta Delgada gibt, steht so manche Kuriosität.







