Von Cartagena aus ist Hannibal 218 v. Chr. mit seinem Heer aufgebrochen Richtung Rom und zwar über die Pyrenäen und über die Alpen. Die Stadt Cartagena wurde als Neu-Karthago von Hannibals Vater Hasdrubal gegründet. Dort gibt es einen sehr geschützten Naturhafen.
Malaga, gegründet im 8. Jahrhundert vor Christus von den Phöniziern als Handelshafen. Wenn man von oben auf die Bucht schaut, sieht man auch heute noch, dass das hier ein gut geschützter Hafen ist.
Wo heute Kreuzfahrtschiffe und Superyachten liegen lagen einst die Handelsschiffe der Phönizier. In den Museen findet man immer wieder Darstellungen, wie das Leben damals in so einem Hafen wohl ausgesehen hat.
Das ist mein Motto für diese Reise durch Spanien. Hannibal, der große Feldherr aus Karthago, der im Jahr 218 v. Chr. mit einem gewaltigen Heer und 23 Elefanten von Südspanien aus über die Alpen Richtung Rom gezogen ist. Das war der zweite karthagisch-punische Krieg. Und begonnen hat Hannibals Feldzug für ihn persönlich in Cadiz.
Cadiz, die schöne Stadt auf einer Halbinsel am Atlantik ist ursprünglich von den Phöniziern gegründet worden unter dem Namen Gades, genauso wie Karthago, das ja im heutigen Tunesien liegt. Die Phönizier waren ein großes Handelsvolk, was in dem letzten Jahrtausend vor Christus, also noch vor den Römern und Griechen quasi den gesamten Mittelmeerraum beherrschte.
Ich bin wieder auf dem europäischen Festland. Nach zwei Nächten und einen Tag auf der Fähre bin ich am Dienstagmorgen in Huelva angekommen. Mein Weg soll mich jetzt entlang des Mittelmeeres auf den Spuren von Hannibal, dem Karthager Richtung Norden führen. Dafür muss ich aber zunächst Richtung Süden, um bei Gibraltar überhaupt das Mittelmeer zu erreichen. Und Cadiz ist die älteste Stadt, die von den Karthagern hier auf der iberischen Halbinsel gegründet wurde, aber dazu mehr in den nächsten Tagen. Jedenfalls muss man, wenn man von Huelva nach Cadiz will über Sevilla, denn dazwischen liegt das riesige Flussdelta des Guadalquivir und die erste Brücke über diesen Fluss ist in Sevilla. Aber diese Stadt ist ja auch wirklich sehr schön.
Kasimir und ich waren auf Abschiedstour im Norden von La Palma. Ich habe ja den Mietvertrag für mein Häuschen nicht verlängert und jetzt geht es erstmal wieder mit Sack und Pack zurück nach Deutschland. Aber vorher haben wir noch eine Runde durch den Norden der Insel gedreht und in La Fajana, unterhalb von Barlovento direkt auf einer Klippe am Meer übernachtet.
Auf meinem Törn über den Atlantik gab es einen Stopp auf der Azoreninsel Sao Miguel im Ort Ponta Delgada. Die Azoren gehören zu Portugal, sind also der westlichste Außenposten der EU, wenn man mal von irgendwelchen ehemaligen Kolonien in Südamerika absieht. Zur Orientierung für alle, die in Geografie nicht so fit sind hier die Karten:
Die Azoren bestehen aus neun Inseln, die insgesamt die Größe von Luxemburg haben. Mit dem zu den Inseln gehörenden Seegebiet ist die Fläche der Azoren aber so groß wie Spanien und Frankreich zusammen. Wir haben angelegt im Hafen von Ponta Delgada.
Der Start für meine Atlantiktour war Barbados. Die Insel ist so, wie man sich eine Karibikinsel vorstellt: heller feiner Sandstrand, türkisfarbenes Wasser, Lufttemperatur um die 30 Grad, Wassertemperatur so bei 27 Grad. Ich habe ein wenig außerhalb von Bridgetown, dem Hauptort auf Barbados gewohnt und dort war der Strand erstaunlich leer.
Auf dem rechten Bild liegt am Horizont ein Kreuzfahrtschiff am Terminal in Bridgetown. Kreuzfahrten sind wohl eine der Haupteinnahmequellen auf Barbados. Ich bin am Strand entlang nach Bridgetown gelaufen. Die Stadt ist UNESCO-Weltkulturerbe, aber ich fand sie nicht besonders schön.
Es ist noch immer ein Abenteuer über den Atlantik zu segeln, zumindest für mich. Auch wenn ich dafür das größte Segelschiff, was zur Zeit auf den Weltmeeren unterwegs ist gewählt habe. Vielleicht für einen ersten Eindruck ein Ausblick aus den Bullaugen meiner Kabine.
Meine Kabine war ganz vorne am Bug, das heißt die Bullaugen lagen eigentlich ein ganzes Stück über dem Wasser. Aber das Wasser war manchmal eben ganz schön in Bewegung und das Schiff auch. Ich wollte hier eigentlich ein kleines Video zeigen vom Schiff in Bewegung, aber das lässt sich gerade nicht hochladen. Also nur Bilder vom Leben an Bord eines Fünf-Mast-Segelschiff.
Es geht los! Morgen startet meine Atlantik-Überquerung mit der Royal Clipper, dem einzigen Fünfmaster-Segelschiff, das als Kreuzfahrtschiff auf den Weltmeeren unterwegs ist.
Ich werde von Barbados nach Lissabon mit der Royal Clipper fahren. Der Törn dauert 16 Tage und wir halten ein einziges Mal an, einen Tag auf den Azoren. Wenn ich zurück bin, werde ich hier natürlich berichten. Während der Reise über den Atlantik ist die Verbindung zum Internet nicht so gut und ich will auch einfach nichts sehen, außer Wasser und Himmel. Also hiermit melde ich mich erstmal bis Mitte April ab – bin nicht erreichbar. Schiff Ahoi!
Fünf Tage lang hat das Tiefdruckgebiet Therese Massen an Regen hier auf La Palma abgeladen. Da wurden dann aus sonst staubtrockenen Barrancos reißende Wildflüsse.