Auf der Suche nach einem neuen Wohnort für mich war ich mehrere Wochen immer wieder im Norden Deutschlands und da vor allem in Schleswig-Holstein unterwegs. Nachdem ich die Idee mit dem Tiny-House aufgegeben hatte, fiel meine erste Wahl als Wohnort auf Husum.
Ich bin seit Anfang Juni in Deutschland und habe irgendwie viel zu tun und darum keine Zeit für diesen Blog.
Das ist Worms, wo ich mich zur Zeit um den Garten von Elvira kümmere, die unterwegs ist. Dank meines abendlichen Gießens ist es dort nicht so vertrocknet, wie hier auf dem Bild das Gras auf dem jüdischen Friedhof in Worms, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Ein sehr beeindruckender Ort. Ich werde auch in den nächsten Wochen noch viel unterwegs sein in Deutschland und melde mich hier wieder, wenn ich meinen zukünftigen Wohnort gefunden habe. Wünsche euch einen schönen Sommer.https://www.youtube.com/watch?v=koDLFlGET0k
Nachdem ich jetzt auf den Spuren Hannibals Ebro und Pyrenäen überquert habe, folgen jetzt die Rhone und die Alpen. Die Rhone ist noch etwas breiter als der Ebro und ich bin nach Avignon gefahren, denn schließlich gibt es dort ja die berühmte Brücke.
Die Brücke von Avignon ist schon lange eine Ruine und wurde auch ungefähr tausend Jahre nach Hannibal erst gebaut. Das rechte Bild zeigt, wie sie ursprünglich mal ausgesehen hat. Hannibal stand mit seinem Heer und den Elefanten vor einen ziemlich breiten Fluß ohne irgendeine Brücke und natürlich auch ohne Avignon.
Nach Sagunt gibt es eigentlich keine Hinweise mehr darüber auf welcher Route Hannibal weitergezogen ist. Klar ist nur, dass er auf seinem Weg zunächst den Ebro überqueren musste und dann auch die Pyrenäen. Der Ebro bildet heute das drittgrößte Flussdelta am Mittelmeer. Durch das Delta wird er nicht gegangen sein, denn das war zu Hannibals Zeit wahrscheinlich ziemlich sumpfig. Heute ist es das größte Reisanbaugebiet in Spanien.
Von Cartagena aus ist Hannibal 218 v. Chr. mit seinem Heer aufgebrochen Richtung Rom und zwar über die Pyrenäen und über die Alpen. Die Stadt Cartagena wurde als Neu-Karthago von Hannibals Vater Hasdrubal gegründet. Dort gibt es einen sehr geschützten Naturhafen.
Malaga, gegründet im 8. Jahrhundert vor Christus von den Phöniziern als Handelshafen. Wenn man von oben auf die Bucht schaut, sieht man auch heute noch, dass das hier ein gut geschützter Hafen ist.
Wo heute Kreuzfahrtschiffe und Superyachten liegen lagen einst die Handelsschiffe der Phönizier. In den Museen findet man immer wieder Darstellungen, wie das Leben damals in so einem Hafen wohl ausgesehen hat.
Das ist mein Motto für diese Reise durch Spanien. Hannibal, der große Feldherr aus Karthago, der im Jahr 218 v. Chr. mit einem gewaltigen Heer und 23 Elefanten von Südspanien aus über die Alpen Richtung Rom gezogen ist. Das war der zweite karthagisch-punische Krieg. Und begonnen hat Hannibals Feldzug für ihn persönlich in Cadiz.
Cadiz, die schöne Stadt auf einer Halbinsel am Atlantik ist ursprünglich von den Phöniziern gegründet worden unter dem Namen Gades, genauso wie Karthago, das ja im heutigen Tunesien liegt. Die Phönizier waren ein großes Handelsvolk, was in dem letzten Jahrtausend vor Christus, also noch vor den Römern und Griechen quasi den gesamten Mittelmeerraum beherrschte.
Ich bin wieder auf dem europäischen Festland. Nach zwei Nächten und einen Tag auf der Fähre bin ich am Dienstagmorgen in Huelva angekommen. Mein Weg soll mich jetzt entlang des Mittelmeeres auf den Spuren von Hannibal, dem Karthager Richtung Norden führen. Dafür muss ich aber zunächst Richtung Süden, um bei Gibraltar überhaupt das Mittelmeer zu erreichen. Und Cadiz ist die älteste Stadt, die von den Karthagern hier auf der iberischen Halbinsel gegründet wurde, aber dazu mehr in den nächsten Tagen. Jedenfalls muss man, wenn man von Huelva nach Cadiz will über Sevilla, denn dazwischen liegt das riesige Flussdelta des Guadalquivir und die erste Brücke über diesen Fluss ist in Sevilla. Aber diese Stadt ist ja auch wirklich sehr schön.
Kasimir und ich waren auf Abschiedstour im Norden von La Palma. Ich habe ja den Mietvertrag für mein Häuschen nicht verlängert und jetzt geht es erstmal wieder mit Sack und Pack zurück nach Deutschland. Aber vorher haben wir noch eine Runde durch den Norden der Insel gedreht und in La Fajana, unterhalb von Barlovento direkt auf einer Klippe am Meer übernachtet.
Auf meinem Törn über den Atlantik gab es einen Stopp auf der Azoreninsel Sao Miguel im Ort Ponta Delgada. Die Azoren gehören zu Portugal, sind also der westlichste Außenposten der EU, wenn man mal von irgendwelchen ehemaligen Kolonien in Südamerika absieht. Zur Orientierung für alle, die in Geografie nicht so fit sind hier die Karten:
Die Azoren bestehen aus neun Inseln, die insgesamt die Größe von Luxemburg haben. Mit dem zu den Inseln gehörenden Seegebiet ist die Fläche der Azoren aber so groß wie Spanien und Frankreich zusammen. Wir haben angelegt im Hafen von Ponta Delgada.