Nachdem ich jetzt auf den Spuren Hannibals Ebro und Pyrenäen überquert habe, folgen jetzt die Rhone und die Alpen. Die Rhone ist noch etwas breiter als der Ebro und ich bin nach Avignon gefahren, denn schließlich gibt es dort ja die berühmte Brücke.


Die Brücke von Avignon ist schon lange eine Ruine und wurde auch ungefähr tausend Jahre nach Hannibal erst gebaut. Das rechte Bild zeigt, wie sie ursprünglich mal ausgesehen hat. Hannibal stand mit seinem Heer und den Elefanten vor einen ziemlich breiten Fluß ohne irgendeine Brücke und natürlich auch ohne Avignon.

Gegenüber von dieser Brückenruine liegt eine Insel im Fluß, auf der es einen schönen Campingplatz gibt. Dort habe ich übernachtet und auch ein paar schöne Bilder von Avignon gemacht.


Von der Rhone aus ist Hannibal dann in die Alpen gezogen und die Wissenschaftler streiten noch immer darüber, welchen Pass er wohl in Richtung Italien genommen hat. In einem der Bücher, die ich zur Vorbereitung gelesen habe, wurde der Ort Bramans in den französischen Alpen erwähnt. Diese Gemeinde hat für sich entschieden, dass über ihr Gebiet die Hannibalroute verläuft (was möglich wäre)und nutzt den Namen für ihr Ortsmarketing.




Auf der anderen Seite von dieser Bergkette liegt Italien und irgendwo hier hat sich Hannibal mit seinen Elefanten einen Weg gesucht. Wer die Theorien der Wissenschaftler genauer verfolgen möchte, kann mit folgenden Büchern anfangen: „Die Phönizier“ Geschichte und Kultur – Autor: Michael Sommer / „Hannibal“ Roms größter Feind – Autor: Jan-Markus Kötter/ „Auf Hannibals Fährte“ Eine Frau, ein Hund, keine Elefanten – Autorin: Silvia Furtwängler. Die Autorin ist die verschiedenen Pässe abgewandert immer mit Blick auf mögliche Lagerplätze für ein großes Heer und Wasser für Mensch und Tier.



Wasser gibt es hier zur Zeit genügend, denn der Schnee vom letzten Winter ist noch längst nicht weggeschmolzen. Beim Blick auf die Pässe kann man sich schon vorstellen, dass es an einigen Stellen einfacher ist über die Berge zu kommen als an anderen. Kasimir und ich haben von hier an Hannibal alleine weiterlaufen lassen und unser Projekt der Spurensuche beendet.
