Von Cartagena aus ist Hannibal 218 v. Chr. mit seinem Heer aufgebrochen Richtung Rom und zwar über die Pyrenäen und über die Alpen. Die Stadt Cartagena wurde als Neu-Karthago von Hannibals Vater Hasdrubal gegründet. Dort gibt es einen sehr geschützten Naturhafen.

Für dieses Bild mussten Kasimir und ich einen ziemlich holperigen Weg hinauf zu einer der Festungen fahren, die auf den Anhöhen rund um Cartagena liegen. Die Stadt war über die Jahrhunderte hinweg immer ein beliebter Stützpunkt, eben weil sie gut verteidigt werden kann. Cartagena hat Festungsanlagen aus verschiedenen Epochen. Spannend war für mich auf den Spuren von Hannibal und den Phöniziern, dass es dort ein Museum für Unterwasserarcheologie gibt. Und sie haben gerade eine Sonderausstellung zur Handelswelt der Phönizier.






Die Karten oben zeigen alle Handelsstützpunkte der Phönizier im Mittelmeer. Unten das Modell eines phönizischen Handelsschiffs und die Nachbildung eines Hafens zirka 400 v. Chr. Ganz rechts das Bild zeigt Stoßzähne von Elefanten, sprich Elfenbein, das als Ladung eines Schiffes am Meeresgrund im Umfeld von Cartagena gefunden wurde. Die Unterwasserarcheologen haben dort bereits an mehreren Stellen phönizische Schiffe gefunden und können so gut rekonstruieren, womit in dem Jahrtausend vor Christus im Mittelmeer gehandelt wurde.



In dem Museum wurde sehr beeindruckend dargestellt, wie die Unterwasserarcheologen arbeiten. Das rechte Bild zeigt nochmal das phönizische Alphabet und wie es von den Griechen und dann auch von der lateinischen Schrift übernommen wurde.
Von Cartagena aus habe ich dann einen ziemlichen Sprung die Ostküste Spaniens rauf nach Sagunt gemacht. Das liegt etwa 30 Kilometer nördlich von Valencia. Sagunt wurde von dem Stamm der Iberer gegründet und Hannibal hat es 219 v. Chr. nach monatelanger Belagerung erobert. Das war der Beginn des zweiten punischen Krieges, weil die Iberer zuvor die Römer um Unterstützung gegen die Karthager gebeten hatten. Sagunt ist auf Grund seiner Lage auf einem Hügel über viele Jahrhunderte ein strategisch wichtiger Ort für viele Herrscher gewesen. Auf dem Hügel über der Stadt gibt es Befestigungsanlagen aus verschiedenen Epochen.



Und am westlichen Ende dieser Festungsanlagen gibt es einen Hinweis auf die Belagerung durch Hannibal mit dem Abdruck eines Gemäldes, das viele Jahrhunderte später erst entstanden ist, aber die Eroberung Sagunts durch Hannibal darstellt.



Das linke Bild zeigt eine Anhöhe unmittelbar unterhalb des Festungsbergs, von wo aus Hannibal vermutlich seinen Angriff wagte. Rechts die Kleinstadt Sagunt heute. Und zum Abschluss noch ein Panorama vom Festungsberg aus über die Landschaft rund um Sagunt.
