Malaga, gegründet im 8. Jahrhundert vor Christus von den Phöniziern als Handelshafen. Wenn man von oben auf die Bucht schaut, sieht man auch heute noch, dass das hier ein gut geschützter Hafen ist.


Wo heute Kreuzfahrtschiffe und Superyachten liegen lagen einst die Handelsschiffe der Phönizier. In den Museen findet man immer wieder Darstellungen, wie das Leben damals in so einem Hafen wohl ausgesehen hat.


Es ist nicht einfach, das zu fotografieren. Um die Bilder genauer zu betrachten, könnt ihr darauf klicken und sie neu öffnen und dann auch vergrößern. Auf dem rechten Foto sind Amphoren in verschiedenen Formen und Größen. Das waren sozusagen die antiken Transportkisten. An der Form der Amphore konnte man erkennen, was der Inhalt war. Rund um Malaga gibt es einige Fundstätten aus phönizischer Zeit und so zeigt das Museum von Malaga interessante Sachen aus der Zeit Hannibals.





So ein Kriegerhelm wie oben links könnte Hannibal getragen haben. Das waren korinthische Helme, aber sie waren im ganzen Mittelmeerraum verbreitet. Die Bilder daneben zeigen die Vorder- und Rückseite eines sogenannten Scarabäus, eines Glücksbringers, den quasi jeder bei sich trug. Und je nach Gesellschaftsstand waren diese kleinen Schmuckstücke aufwendig gearbeitet. Die unteren beiden Bilder zeigen nur einen Teil eines riesigen Münzfundes, Silbermünzen mit Prägungen von Elefanten und von Köpfen bedeutender Männer in der phönizischen Gesellschaft. Es ist nicht auszuschließen, dass sogar der Kopf von Hannibal auf einer dieser Münzen ist, denn ein offizielles Bild gibt es von ihm nicht. Gefunden wurden die Sachen in der Regel in alten Gräbern.



Das komplette Grab aus dem ein Teil dieser Fundstücke stammen, wurde von der Ausgrabungsstätte in das Museum von Malaga geschafft und dort so aufgebaut, wie die Archäologen es gefunden haben. Das Bild in der Mitte zeigt, in welcher Form der Leichnam in dem Grab lag. Rechts ist eine Urnengrabstätte mit einer Urne aus Alabaster. Neben dem Städtischen Museum in Malaga habe ich mir dort das Geburtshaus von Pablo Picasso angesehen.



Das Haus ist natürlich inzwischen ein Museum, das Bilder aus verschiedenen Schaffensphasen von Pablo Picasso zeigt. Und unter diesem Haus, das mitten in der Stadt steht, befinden sich Reste der phönizischen Siedlung Malaka (rechtes Bild).
Gut fünfzig Kilometer östlich von Malaga liegt der Hafenort Almunecar, auch ein bedeutender Handelshafen der Phönizier. Dort wurden vor allem Lebensmittel, wie eingesalzene Fische verarbeitet und verschickt. Aber da die Römer diesen Ort quasi direkt von den Phöniziern übernommen und ausgebaut haben, vermischen sich dort die Spuren der beiden Völker.



In Almunecar ist das Museum direkt in der Ausgrabungsstätte untergebracht, eine höhlenähnliche Katakombe aus der Römerzeit. Das mittlere Bild zeigt eine Karte mit den Grenzen der Phönizier und Römer im Jahr 218 v. Chr. als Hannibal seinen Feldzug begann. Mein nächster Halt ist jetzt Cartagena, ursprünglich Neu-Karthago.