Ich war zum ersten Mal auf der Biennale in Venedig, die es bereits seit 1895 gibt. Um nicht völlig wirr dort rumzulaufen habe ich mir eine Kulturreise mit einer Kunsthistorikerin gebucht. Das war auch richtig gut, weil ich dann sehr viel mehr von diesen Kunstinstallationen aus aller Welt verstanden habe. Zunächst zeige ich euch eine kleine Auswahl, von dem was dort zu sehen ist und dann noch mein Lieblingskunstwerk und mein Lieblings-Länderpavillon und die spektakulärste Live-Performance.









Es ist unglaublich vielfältig und abwechslungsreich. Viele Installationen waren verbunden mit Videos und lassen sich hier nur schlecht zeigen. Ganz viele Beiträge waren sehr politisch. Mir hat das sehr gefallen, weil die Kunst noch einmal andere Möglichkeiten hat auf die Probleme der Erde und der globalen Gesellschaft hinzuweisen. Die Künstler*innen der einzelnen Länder sehen die Probleme jeweils aus einer anderen Perspektive und das gibt viele Denkanstösse. Meine Auswahl hier ist natürlich sehr subjektiv. Durch die Führungen habe ich vor Ort viel über die Hintergründe der einzelnen Installationen gehört, aber hängengeblieben ist davon nur wenig. Der beeindruckendste Beitrag war für mich die Installation des Chilenen Alfredo Jaar:


In einem grell rot ausgeleuchteten länglichen Raum steht am hinteren Ende eine Glasvitrine mit zehn kleinen aufeinandergestapelten Quadraten der wertvollsten Erden der Welt. Am anderen Ende des Raumes wird an einer Wand auf einer Tafel erklärt, um welche Mineralien/Erden es sich handelt, wo sie vorkommen und wozu sie benutzt werden. Damit hat mir dieser Aufbau vor Augen geführt, wie wertvoll unsere Erde ist.


Bei den Länderpavillons hat mich allein aus ästhetischen Gründen der Beitrag von Argentinien beeindruckt. Matias Duville nennt seine Installation „Monitor Yin Yang“. Es ist eine mit Salz und Kohle auf den Boden gezeichnete Landschaft. Aus Lautsprechern erklingt dazu verhaltene ruhige Musik. Was der Künstler damit ausdrücken will, könnt ihr selber nachschauen.
Genauso wie ich euch bitten würde, die vielen Diskussionsbeiträge zu der Performance von Florentina Holzinger im österreichischen Pavillon selber nachzulesen. Hier bekommt ihr nur ein von mir aufgezeichnetes Video von einem Teil der Performance. Die anderen Teile sind im Pavillon und die Schlage davor war einfach für mich zu lang, weil noch andere Sachen auf dem Programm standen . https://vimeo.com/1239263450?share=copy&fl=sv&fe=ci