12 Tage – 5 Inseln, das war meine Reise auf die Kapverden zum Jahresende. So viele Erlebnisse, so viele Eindrücke, das war ganz schön anstrengend und mein erstes Mal in Afrika. Die Kapverden sind seit fünfzig Jahren ein unabhängiger demokratischer Inselstaat. Bis 1975 waren die Inseln noch eine portugiesische Kolonie. Es sind zehn Inseln, neun davon sind bewohnt, die ungefähr auf der Höhe vom Senegal im Atlantik liegen.

Ich werde meine Reise mal Insel für Insel in einzelne Beiträge packen. Die Inseln sind auch alle sehr unterschiedlich. Ich bin ja mit einer Gruppe gefahren und die Reise war komplett organisiert. Sonst wäre dieses Pensum in der kurzen Zeit auch gar nicht möglich. Von Lissabon aus ging der Flug nach Praia, der Hauptstadt von Capo Verde auf der Insel Santiago, was auch die größte Insel des Archipels ist. Begonnen haben wir vor Ort mit einem Stadtrundgang in Praia.


Links die Kaserne gegenüber vom Präsidentenpalast, rechts das Rathaus. Ansonsten ist die Stadt eine wilde Mischung aus zusammengewürfelten überwiegend hässlichen Betonklötzen, nichts was ich fotografieren wollte. Die Markthalle war dann wieder ganz interessant.




In den Tüten sind verschiedene Sorten Mais und Bohnen, Grundnahrungsmittel auf den Kapverden. In einer Ecke der Markthalle war die Fleischabteilung. Dort wurden ganze Hälften von Rindern oder Schweinen hereingetragen und vor Ort zerteilt, ziemlich grob und alles ohne Kühlung. Wir sind dann ein Stück aus der Stadt herausgefahren zu einer Wanderung durch ein fruchtbares grünes Tal.


Durch einen schmalen Canyon zieht sich ein fruchtbarer grüner Streifen. Dort unten gibt es auch Wasser, während auf den Hügeln und auf dem Plateau über dem Tal nur Akazien wachsen, die bis zu einem Jahr ganz ohne Regen überleben können. Der größte Baum in dem Tal war ein Baobab, ein afrikanischer Affenbrotbaum. Er sieht zwar ziemlich trocken aus, aber oben in den Zweigen waren Früchte zu sehen. Brotfrucht gab es auch mal zum Abendessen. Das Tal endet an der Stelle am Meer, wo die erste Siedlung auf den Kapverden 1460 von den Portugiesen gebaut wurde. Die Inseln waren bis dahin unbewohnt.



In der „Rua de Banana“ stehen die ältesten Häuser der Kapverden, die mit Geldern der UNESCO restauriert wurden. Das rechte Bild zeigt den historischen Pranger am Hafen. Die Kapverden waren ein Umschlagsplatz für Sklaven und Güter aller Art, weil sie sehr günstig auf der Schifffahrtsroute nach Südamerika liegen. Heute ist diese Siedlung ein kleiner verschlafener Ort.





Auf dem letzten Bild ist nicht etwa eine besondere Palmenart zu sehen, sondern das ist der Antennenmast, wo die Antennen mit Palmwedeln verdeckt werden. Das habe ich häufig auf den verschiedenen Inseln gesehen. Wir waren genau einen Tag auf Santiago und dann ging es weiter nach Fogo.